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Sa., 30.11.2019 10:00 Uhr

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Sa., 14.12.2019 20:00 Uhr

Heilige Bläser
Die., 24.12.2019 12:00 Uhr

Geschichte


Die Chronik der Stadt Todtnau aus der Feder von Dr. Theodor Humpert, der über das Wesen und Werden der Schwarzwaldgemeinde Todtnau schreibt, belegt urkundlich, dass 1847/48 von Dr. Seger eine Musikgesellschaft mit 16 aktiven Musikern gegründet wurde. Es ist zwar nicht genau bekannt, welche Instrumente in diesem Orchester verwendet wurden, doch wahrscheinlich handelte es sich hauptsächlich um Blechblasinstrumente, denn bei der Gründung der Feuerwehrmusik wurden neben dem Schellenbaum auch einige Trompeten übergeben.

Im Jahre 1858 wurden in Todtnau die freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Diese Neugründung war auch für die Musikgesellschaft von Bedeutung, denn sie wurde nun – gut zehn Jahre nach ihrer eigenen Gründung – von der freiwilligen Feuerwehr übernommen und dem Kommando der Feuerwehrführung unterstellt. Aus dieser Zeit stammt die älteste Photographie, die Todtnauer Musiker zeigt. 

Die „Feuerwehrmusik“ wuchs im Lauf der Jahre zu einer beachtlichen personellen Stärke an. Jedoch fehlte es der Musik an der notwendigen materiellen Unterstützung, wahrscheinlich deshalb, weil die nötigen Mittel hierfür einfach nicht vorhanden waren. Die Einnahmequellen versiegten, und die Kapelle konnte sich nur mit Mühe über Wasser halten. Um sich zu finanzieren, veranstaltete man unter anderem alljährlich ein Preiskegeln.

Das Unglück, das sich am 19. Juli 1876 in Todtnau ereignete, drängte jedoch sowohl die finanziellen Probleme der Musik, als auch alle anderen Ereignisse in den Hintergrund, denn an diesem Tag brach eine der größten Katastrophen seiner Geschichte über Todtnau herein. Ausgehend von einer Papierfabrik, die am Zusammenfluss von Wiese und Schönenbach lag, breitete sich ein Brand über die Stadt aus, der 149 Gebäude, darunter auch Kirche, Pfarrhaus, Rathaus, Post, Apotheke und das gerade erst eröffnete Krankenhaus, in Schutt und Asche legte und fast 1000 Menschen obdachlos machte. Bei diesem Brand wurden auch die meisten Unterlagen der Feuerwehrmusik vernichtet. Nachdem die ärgste Not gelindert war, machten sich die Todtnauer an den Wiederaufbau ihres Städtchens. Wenige Jahre danach dem großen Brand, im Jahre 1879, wurde in Todtnau eines der ersten Gaswerke in ganz Südwestdeutschland gebaut. 1885 begann man mit dem Ausbau der Straße nach Freiburg, wenig später mit der Verbindung zum Feldberg. 10 Jahre später verfügte Todtnau bereits über elektrischen Strom. Diese Ereignisse zeigen, dass Todtnau zu einem sehr selbständigen Städtchen wurden, das für moderne Errungenschaften stets aufgeschlossen war.

Sowohl für die Stadt als auch für die Musik war das Jahr 1889 von entscheidender Bedeutung.

In diesem Jahr wurde die Eisenbahnlinie Todtnau-Zell, von den Todtnauern liebevoll „´s Todtnauerli“ genannt, eröffnet. Die Musiker hatten erfahren, dass die Eröffnungsfeierlichkeiten, bei denen auch Großherzog Friedrich I. anwesend war, durch eine Regimentsmusik aus Freiburg musikalisch umrahmt werden sollten, während der Feuerwehrmusik nur eine untergeordnete Rolle zukam. Hierdurch fühlte sich die Feuerwehrmusik zurückgesetzt und weigerte sich, zum Fest aufzuspielen. Das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr, dem die Musiker unterstanden, belegte daraufhin elf Musiker mit je drei Mark Strafe. Diese verweigerte jedoch die Zahlung. Daraufhin sperrte der Verwaltungsrat den Beitrag und es kam schließlich zur Auflösung der Feuerwehrmusik.

Dass dieser Zustand unhaltbar war, wurde bald offensichtlich. Bereits zwei Jahre später, am 7. März 1891, wurde durch Schmiedemeister Karl Bernauer erneut eine Musikkapelle mit 16 Aktiven ins Leben gerufen. In der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr beschloss man, dass die Instrumente der ehemaligen Feuerwehrkapelle der neugegründeten Stadtmusik gegen die Ableistung einiger Auftritte kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Die „Rundschau Feldberg“ – die Zeitung für Todtnau und das obere Wiesental – vom 10. März 1891 schreibt zur Wiedergründung:
„Seit heute haben wir wieder eine Musik. Die gepflogenen Unterhandlungen haben zu einem befriedigenden Abschluß geführt. Der neuen Stadtmusik daher ein vivat, floreat, crescat !“

Doch auch diese Kapelle hatte große Probleme; vor allem hatte sie sehr unter inneren Zwistigkeiten zu leiden. Diese Unstimmigkeiten führten dazu, dass einige Mitglieder austraten und im Jahr 1900 die „Gesellenmusik“ unter der Leitung des Dirigenten Alois Steinebrunner gründeten. Aus dieser Gesellschaft entstand im Jahr 1905 der Musikverein mit 24 Mitgliedern.

Eine Zeit lang gab es in Todtnau also zwei Musikvereine, die sowohl musikalisch als auch personell in Konkurrenz standen.

Im Jahr 1907wurde die „Stadtmusik Todtnau“ beim Amtsgericht in Schönau im Vereinsregister eingetragen. Für diese Eintragung wurde eine neue Vereinssatzung erstellt, in der auch folgender, für das Verhältnis der beiden Musikvereine bezeichnende, Passus zu finden ist:

§ 16 Mitglieder, welche vom Verein austreten und vor Ablauf eines Jahres, vom Tage des Austritts an, einem anderen hiesigen Musik-Verein beitreten, oder bei demselben mitwirken, haben an die Kasse der Stadtmusik den Betrag von 40 Mk. zu bezahlen.

Die Vorstandschaft der Stadtmusik war bei der Einführung der neuen Vereinssatzung wie folgt besetzt:

Adolf Thoma Vorstand
Const. Wunderle, Vorsitzender des Verwaltungsrates
Josef Dörflinger, Schriftführer und Kassier
Andreas Wißler, Dirigent
Rudolf Dietsche, Beirat
Heinrich Maier, Beirat

Aus dieser Zeit sind uns noch einige Konzertprogramme erhalten geblieben, das älteste stammt aus dem Jahr 1903.

Doch nicht nur innerhalb der Musik, sondern auch in der Stadt Todtnau gab es zu jener Zeit wichtige Ereignisse. Für die Stadt war das Jahr 1902 von großer Bedeutung, denn in diesem Jahr entstand in Todtnau die Firma „Anton Zahoransky“, die erste Spezialmaschinenfabrik für die Bürstenherstellung.

Der erste Weltkrieg in den Jahren 1914-18 brachte große Not über Todtnau. 71 Männer mussten ihr Leben lassen, darunter auch Mitglieder beider Todtnauer Kapellen. Es scheint, als bedurfte es erst dieser Opfer, um die beiden Kontrahenten zu vereinigen. Schon bald nach Beendigung des Krieges schlossen sich beide Kapellen im Jahr 1919 unter dem bewährten Dirigenten Alois Steinebrunner zur „Stadtmusik Todtnau“ zusammen. Im Jahr 1923 legte Alois Steinebrunner aus Altergründen den Dirigentenstab nieder. Von ihm übernahm Hauptlehrer Werner Lederer bis zum zweiten Weltkrieg die musikalische Leitung der Stadtmusik.

Im Jahr 1928 wurde in Todtnau mit einem großen Musikfest das 70-jährige Jubiläum der Stadtmusik gefeiert, denn man ging damals noch vom Gründungsjahr 1858 aus.

Unter der musikalischen Leitung von Werner Lederer gelangte die damals 25 aktive und 160 passive Mitglieder zählende Stadtmusik zu beachtlichem musikalischen Können.

Der zweite Weltkrieg forderte wiederum große Opfer. Doch trotz der Not und der Zerstörung, die der Krieg hinterlassen hatte, trotz der großen Verluste in den Reihen der Musiker, wurde die Stadtmusik in der Generalversammlung vom 1. Juni 1946 mit 23 Mitgliedern wiedergegründet und mit neuen Statuten versehen. Die Protokolle dieser Versammlung sind in deutscher und französischer Sprache abgefasst, denn für alle Versammlungen musste die französische Besatzungsmacht um Zustimmung gebeten werden. Instrumente und Notenmaterial waren der Stadtmusik teilweise erhalten geblieben, doch trotzdem kann man von einem völligen Neubeginn sprechen.

Die Vereinsführung, die die Stadtmusik in die Neuzeit hinüberführte, war wie folgt besetzt:
Karl Steinebrunner, 1. Vorstand
Josef Mühl, Schriftführer und Kassierer
Josef Steinebrunner, Beirat
Paul Steinebrunner, Beirat
Johann Binoth, Beirat

Dirigent der Stadtmusik wurde Fritz Büche. Ein Gründungsmitglied ist das Ehrenmitglied Bernhard Nennich, dem man im Jahr 2018 ein Ständchen zum 90. Geburtstag darbot.

Im Jahr 1950 übergab Fritz Büche den Dirigentenstab an den jungen Musiker Franz Amann. Wenig später, 1953, wurde die 100-Jahr-Feier der Stadtmusik nachgeholt. Die Stadtmusik bestand zu diesem Zeitpunkt aus 33 aktiven Mitgliedern, 9 Ehrenmitgliedern und 267 Passivmitgliedern. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums wurden neue Uniformen angeschafft und während der Feier erstmals gezeigt.

Einige Jahre später wirkte die Stadtmusik bei einem weiteren großen Ereignis mit – im Jahre 1959 konnte die Stadt Todtnau ihr 150-jähriges Jubiläum feiern. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fanden vom 11.- 19. Juli satt. Neun Tage lang wurde mit Konzerten, bunten Nachmittagen, Theateraufführungen, Sportwettkämpfen und einem historischen Festzug unter dem Motto „Todtnau im Wandel der Zeiten“, bei dem die Stadtmusik zusammen mit dem Musikverein Brandenberg als „Musik der Feststadt“ mitwirkte, gefeiert. Auch andere Anlässe des Jubiläumsfestes wurden von der Stadtmusik musikalisch mitgestaltet.

Acht Jahre später wirkte die Stadtmusik bei einem weiteren wichtigen Anlass mit, der für die Stadt von einschneidender Bedeutung war: im Herbst 1967 wurde die Bahnlinie Todtnau-Zell nach 78 Jahren stillgelegt. Die Stadtmusik hatte zwischenzeitlich in der Generalversammlung vom 23. Januar 1965 durch die Einführung einer neuen Satzung ein rechtliches Fundament bekommen. Unter der Bezeichnung „Stadtmusik Todtnau e. V.“ erfolgte am 16. Februar 1965 die Eintragung ins Vereinsregister.

Einige Jahre später folgten weitere wichtige Ereignisse im Leben der Stadtmusik. 1972 durfte der Verein die durch den Herrn Bundespräsidenten gestiftete „Pro Musica Plakette“ entgegennehmen. Die Verleihung fand im würdigen Rahmen eines Musikfestes vom 7.-9. Juli 1972 statt.

Im Oktober desselben Jahres trat Stadtkapellmeister Franz Amann aus gesundheitlichen Gründen zurück. Neuer Dirigent wurde Herbert Kaiser.

1973 konnte dann die Stadtmusik unter seiner musikalischen Leitung ihr 125 jähriges Jubiläum feiern. Aus diesem Anlass fand ein Doppelkonzert mit der Stadtmusik Zell statt, bei dem bekanntgegeben wurde, dass durch die Initiative des Dirigenten eine Jugendkapelle gegründet werden konnte – es hatten sich damals bereits 75 Jungen und Mädchen im Alter von 10-15 Jahren dazu gemeldet.

Eine einschneidende personelle Veränderung ergab sich in der Generalversammlung am 24. Januar 1975. Der erste Vorsitzende der Stadtmusik, Fabrikant Edwin Grether, der den Vorsitz insgesamt 28 Jahre lang innehatte, gab sein Amt aus gesundheitlichen Gründen ab. Als Nachfolger konnte Josef Ehmer, seines Zeichens Ortsvorsteher von Schlechtnau, gewonnen werden.

Doch nicht nur in der Stadtmusik vollzogen sich wichtige Änderungen. Für die Stadt Todtnau waren die Eingemeindungen Anfang der siebziger Jahre ein bedeutender Schritt.

1976 fand in Todtnau zum ersten Mal das „Städtlifest“ statt, das sich bei den Todtnauern und den Gästen großer Beliebtheit erfreut. Die Stadtmusik wirkte von Anfang an beim Städtlifest mit. Auch heute noch eröffnet die Musik das Fest am Samstagnachmittag und trägt in einer Festhütte zum leiblichen Wohl der Gäste bei.

Das 130-jährige Bestehen der Stadtmusik wurde 1978 unter der musikalischen Leitung von Karl Rombach mit einem großen Fest im Zelt auf dem Turnhallenplatz gefeiert. Einer der Höhepunkte dieses Jubiläumsfestes war der Auftritt von Max Greger und seiner Band.

In schwieriger personeller Situation trat im Januar 1979 August Frankenberger die Nachfolge im Amt des 2. Vorstandes an und Vizedirigent Ulrich Dietsche leitete die Stadtmusik für eine Übergangszeit.

Ab Mitte 1979 übernahm dann Dirigent Klaus Ruch die musikalische Regie. Unter seiner Leitung wurde 1980 unter anderem ein Konzert zusammen mit dem Männergesangverein und im Oktober das erste „Blasmusikfestival“, ein gemeinsames Konzert der fünf Musikvereine des Todtnauer Ferienlandes in der Silberberghalle durchgeführt.

Am 9. Oktober 1981 verkündeten die Todtnauer Nachrichten unter der Überschrift „Stadtmusik Todtnau e.V.“:

Wir sind umgezogen!

Anlass war der Bezug des neuen Probelokales im Haus des Gastes, das die Stadtmusik auch heute im Jahr 2019 noch innehat. Der Neubezug wurde mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt und mit einem Marschdefilee auf dem Marktplatz eingeleitet.

Im Januar 1982 beim gemeinsamen Konzert von der Stadtmusik und Gesangverein wurde Bernhard Nennich vom 2. Vorsitzenden August Frankenberger für 35-jährige aktive Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt.

In der Generalversammlung 1984 übernahm Bernd Ropertz von August Frankenberger das Amt des 2. Vorsitzenden.

Im Januar 1986 gab Dirigent Klaus Ruch sein Abschiedskonzert – sein Nachfolger wurde der langjährige Vizedirigent Bernhard Nennich. Unter seiner musikalischen Leitung bestritt die Stadtmusik im Oktober 1986 als Gastgeber das dritte „Drei-Städte-Konzert“ zusammen mit den Stadtmusiken aus Schönau und Zell.

Im Jubiläumsjahr anlässlich des 140jähringen Bestehens konnten sich die Aktiven im Rahmen des Neujahrskonzertes 1987 endlich in ihren neuen, roten Uniformen präsentieren. Die Badische Zeitung berichtete von 268,95 m² weinrotem Stoff, der für die neue Kleidung verarbeitet wurde.

Neben dem Zeltfest mit Ausrichtung des Bezirksmusikfestes wurde als musikalischer Höhepunkt ein Doppelkonzert mit der Stadtmusik aus Rheinfelden abgehalten.

In der Vereinsführung gab es in der Generalversammlung 1990 einen Wechsel: Andreas Wießner wurde in das Amt des 2. Vorsitzenden gewählt.

Zum Weihnachtskonzert 1993 gab Bernhard Nennich nach über siebenjähriger Tätigkeit als Dirigent das Amt an Peter Kern aus Altglashütten ab, der den Dirigentenstab jedoch schon im Januar 1994 aus privaten Gründen wieder niederlegen musste.

Ab Januar 1994 übernahm dann Michael Straub, der bis dahin Vizedirigent der Stadtmusik war, das Amt des Dirigenten. Die Weihnachtskonzerte 1994 und 1995, die unter seiner Leitung in der kleinen Turnhalle durchgeführt wurden, waren so gut besucht, dass man beschloss, 1996 in die Silberberghalle auszuweichen.

Das Jahr 1995 wurde durch den Tod des 1. Vorsitzenden, Herrn Josef Ehmer, überschattet, der im Februar nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb. Er hatte dieses Amt für 19 Jahre inne, die sowohl gute als auch schlechte Zeiten beinhalteten. Er hat in dieser Zeit die Geschicke der Stadtmusik entscheidend mitgeprägt.

In der Generalversammlung vom 4. März 1994 wurde die Satzung der Stadtmusik neu gefasst. Neu geschaffen wurde das Amt des Präsidenten, das jedoch zunächst nicht besetzt werden konnte. Der damalige 2. Vorstand Andreas Wießner wurde zum 1., Eduard Behringer zum 2. Vorstand gewählt.

In der Generalversammlung vom 18. Januar 1996 konnte Herr Bürgermeister Edmund Keller für das Amt des Präsidenten gewonnen werden und auch in der musikalischen Führung gab es einen Wechsel: Im August 1996 übernahm Dirigent Norbert Asal aus Wieden den Dirigentenstab der Stadtmusik Todtnau.
Mit großem Erfolg wurde unter seiner Leitung das Weihnachtskonzert 1996, das gleichzeitig die Eröffnungsveranstaltung für das Jubiläumsjahr 1997 darstellte, erstmals in der Silberberghalle durchgeführt.

Im Zeitraum 27.-30. Juni 1997 feierte die Stadtmusik ihr Jubiläum anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens mit einem großen Zeltfest auf dem Turnhallenplatz. Am Sonntag, dem 29. Juni fand unter anderem ein Festumzug unter Mitwirkung von mehr als zehn Musikvereinen statt. Als weiteren musikalischen Höhepunkt fand am 15. August auf dem Marktplatz ein Open-Air Konzert statt.
Die Stadtmusik Todtnau ging mit 8 Ehrenmitgliedern, 39 aktiven Mitgliedern, 17 Jungmusikern und 302 Passivmitgliedern ins Jubiläumsjahr 1997.


Im Jahr 2000 übernahm Horst Oberhofer das Amt des 1. Vorstandes von Andreas Wießner, bevor es In der Generalversammlung am 15. März 2003 weitere wichtige Änderungen in Vorstandschaft der Stadtmusik gab: Andreas Wießner folgte auf Edmund Keller im Amt des Präsidenten und Sven Behringer wurde als 2. Vorstand gewählt. Dazu kam mit Mathias Pietsch ein neuer musikalischer Leiter in die Reihen der Musik.

Wo lange Jahre Maschinengeräusche hallten, veranstaltete die Stadtmusik ein viel beachtetes Projekt: „Kultur in der Fabrik“ zog am 20. Juni 2004 ein sehr großes Publikum an. Umrahmt von einer ganztägigen Ausstellung von Werken regionaler Künstler gab es am Abend ein Konzert in der für den Abbruch schon vorbereiteten Werkshalle der Firma Zahoransky in der Schwarzwaldstraße.

Der neu gewählte 1. Vorstand Sven Behringer freute sich in der Generalversammlung 2005, dass man mit Max Lehmann einen neuen musikalischen Leiter für die inzwischen aus beruflichen Gründen wieder vakant gewordene Dirigentenstelle gewinnen konnte.

Am 11. Juni 2005 eröffnete die Stadtmusik dann unter dessen musikalischer Leitung auf dem Marktplatz in Todtnau besondere Feierlichkeiten: Mit der Einweihung gibt es im Hochschwarzwald eine neue Attraktion: die längste und spektakulärste schienengeführte Rodelbahn Deutschlands wird eröffnet. Der "Hasenhorn-Coaster", genannt nach Todtnaus Hausberg. Weitere Akteure des Events waren die „Feldberger“ bevor ein Feuerwerk als krönender Abschluss des Tages den Himmel über Todtnau verzauberte.

Ebenfalls 2005 startete der Internetauftritt der Stadtmusik unter www.stadtmusik-todtnau.de

Vom 20.-22. April 2007 wurde das 160-jährige Jubiläum der Stadtmusik Todtnau in der Silberberghalle gefeiert. Das Fest wurde am Freitag mit einem Dreistädtekonzert unter Mitwirkung der Stadtmusiken aus Todtnau, Schönau und Zell eröffnet. Am Samstag war eine Party-Night mit der Showband Crash. Der Sonntag stand mit dem Bezirksmusikfest des Bezirkes V des Alemannischen Musikverbandes ganz im Zeichen der Blasmusik.

Ein besonderer Anlass, der auch Präsident Andreas Wießner sehr gut in Erinnerung blieb, wie er später selbst berichtete, war die Überreichung der Conradin-Kreutzer-Tafel in Ravensburg. Am 16. Juni 2007 konnte eine Abordnung der Stadtmusik diese Auszeichnung in Empfang nehmen.

In den Folgejahren umrahmte die  Stadtmusik immer wieder auch die Weiterentwicklung der Stadt Todtnau und seiner Institutionen. Anlässe waren zum Beispiel die Einweihung des neu gestalteten Rathauses sowie der Altenheimerweiterung  sowie die Mitwirkung am 150jährigen Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr im Jahre 2008. Am Festumzug und am Festakt „200 Jahre Stadtrecht Todtnau“ nahm man 2009 teil.

Außerdem gelang es wieder eine Jugendkapelle zu gründen, die mit 28 Zöglingen starten konnte.  Horst Oberhofer wechselte nach vier Jahren vom 2. zurück in das Amt des 1. Vorstandes, das er zuvor schon fünf Jahre innehatte. Angelika Steinsdörfer wurde als erste Frau zum Ehrenmitglied der Stadtmusik Todtnau ernannt

In der Generalversammlung 2010 konnte Horst Oberhofer Dirigent Max Lehmann für die fünf Jahre danken, die er nun Dirigent war. Als sein Nachfolger konnte Thomas Hierholzer gewonnen werden.

Es folgten Auftritte beim Sternmarsch zu den Europäischen Forstlichen Nordischen Skimeisterschaften und beim 125 jährigen Jubiläum des Schwarzwaldvereins. In der Generalversammlung am 9. März 2012 im Gasthaus Lamm wurde Präsident Andreas Wießner zum Ehrenmitglied ernannt. Im Folgejahr konnte Bernhard Kaiser für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt werden.

Nachdem erste Teile des Violinenkonzertes von Herbert Kaiser im Jahreskonzert 2014 uraufgeführt wurden, leitete Thomas Hierholzer am 8. Mai 2016 das inzwischen komplettierte „Konzert für Blasmusik und Violine“ mit dem Solisten Tobias Schlageter in der Silberberghalle vor mehr als 800 Zuhörern.

2017, das 170. Jahr des Bestehens der Stadtmusik hatte neben verschiedenen musikalischen Höhepunkten in Todtnau, wie dem „Muttertagskonzert in der Kirche“, dem „3-Städte-Konzert“ mit den Stadtmusiken aus Schönau und Zell einen weiteren:

Eine 5-tägige Konzertreise nach Irland. 30 Musiker durften zunächst ihr Instrument in den Röntgengeräten der Flughafen Security beobachten, bevor gleich am ersten Abend ein Konzert in der Gravity Bar des Guiness Storehouse anstand. Es folgten verschiedene Platzkonzerte in Kilkenny, ein Doppelkonzert im eindrucksvollen Watergate-Theater, ein Konzert in der Kirche  in New Ross sowie die Teilnahme an der Kilkenny St. Patricks Parade und der International Band Parade in Limerick.

Besonderer Dank und viel Applaus galt Oberhofer in der Generalversammlung am 1. April 2017 für seine langjährige Prägung der jüngeren Vereinsgeschichte. Er gab sein Führungsamt nach 17 Jahren als 1. oder 2. Vorsitzender ab. Die Satzung des Vereins wurde ergänzt; im Weiteren übernimmt ein Vorstandsteam die Verantwortung. Gewählt dafür wurden dafür Elena Steck, Matthias Wunderle und Norman Steiger.